Entstehung und Philosophie

1965 (das Jahr in dem ich in Berlin geboren wurde) machte mein Vater, gelernter Graveur im Kunsthandwerk, etwas ganz Außergewöhnliches. Er baute oder besser bastelte in eine "Welt-Hölzer" Streichholzschachtel eine Bauernstube. Bilder an den Wänden, ein Fußschemel unter dem Tisch, ja in einer Vase stehen sogar ein paar Rosen auf dem Tisch. Eine hoch filigrane Arbeit, die nur mit Pinzette, Lupe und vor allem viel, viel Geduld zu bewerkstelligen war. Dieses winzige "Wunder" fand auch damals in der Bild-Zeitung seinen Platz. Als kleiner Junge durfte ich mir diese Stube in der Schachtel immer wieder ansehen und war begeistert von soviel Geschick...bis Heute. Mit 26 Jahren besuchte ich in Amsterdam eine Bekannte in ihrem Nachtcafe. Sie hatte die Wände mit feinster Mosaikkunst ausgearbeitet, was mich völlig begeisterte. Das war der Tag an dem ich erkannte und fühlte, dass ich so etwas bestimmt auch kann und "irgendwann" ausprobieren würde, aber es sollte weitere 18 Jahre dauern. 2009 bemerkte ich, dass eine Freundin, die künstlerisch sehr begabt ist, auch mit Mosaiken arbeitet und ich ergriff endlich die Gelegenheit und ließ mir Tipps und Tricks zeigen, Material und Werkzeug erklären. An dieser Stelle ein großes "Danke" an Britta Graichen. Animiert durch Ihre Mosaikobjekte fing ich an zuerst Blumentöpfe, dann einen Teil meines alten Schlafzimmerschranks, in Mosaik zu legen. Hierbei entstand die Idee antike Möbel komplett von außen und innen mit Mosaiken zu umhüllen.

Die Kunst Mosaike zu legen geht auf eine jahrtausende alte Tradition zurück und zieht sich durch alle Kulturen und Geschichtsepochen. Von keltisch bis fernöstlich, von den Mauren bis zu den Mayas. Eingesetzt wurde diese Kunst als Verzierung auf Wegen, an Häusern, in Kirchen und Tempeln, auf Versammlungsplätzen, als Schmuck und in Wohnzimmern und Bädern. Es gibt unzählige Anwendungsmöglichkeiten.

Materialien wie Glas (z.B. Muranoglas, Tiffany- oder Kathedralglas), aber auch Keramik, Ton oder Stein, bieten schier grenzenlose Möglichkeiten an Farben, Strukturen und somit Themen und Gestaltungsspielräumen.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wenn Sie es selbst einmal ausprobieren wollen, sollten Sie aus meiner Erfahrung drei Dinge mitbringen: sehr viel Geduld, die Liebe zum Detail und jede Menge Pflaster!

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit meinen MosaikMöbeln und MosaikAccessoires.